Der Bachelor of Journalism ist der erste akademische Abschluss für angehende Journalistinnen und Journalisten. Das Studium verbindet Medien- und Kommunikationswissenschaft mit journalistischem Handwerk und praktischen Fertigkeiten in Print, Radio, Fernsehen und Online-Journalismus. Es vermittelt außerdem Grundlagen in Medienrecht und -ökonomie und bereitet sowohl auf klassische Redaktionen als auch auf digitale Medien und PR vor.
Studieninhalte
Zu den Kerninhalten zählen Medien- und Kommunikationswissenschaft als theoretische Basis sowie praktisches Training in unterschiedlichen Formaten und Kanälen. Medienrecht vermittelt den rechtlichen Rahmen journalistischer Arbeit, etwa Persönlichkeitsrechte und Presserecht. Viele Hochschulen ergänzen das Curriculum um Module zu Crossmedia und Multimedia-Storytelling, um auf die zunehmend plattformübergreifende Arbeit vorzubereiten.
| Institution | Studiengang | Semester | Zulassung |
|---|---|---|---|
| KU Eichstätt-Ingolstadt | Journalistik (B.A.) | 6 | Zulassungsbeschränkt (NC) |
| Hochschule Magdeburg-Stendal | Journalismus (B.A.) | 6 | Ohne Zulassungsbeschränkung |
Hochschulen und Journalistenschulen
Neben grundständigen Studiengängen an staatlichen Hochschulen, die meist stärker theoretisch ausgerichtet und günstiger sind, gibt es praxisorientierte private Journalistenschulen wie die Henri-Nannen-Schule oder die Axel-Springer-Akademie. Sie verlangen in der Regel ein strenges Auswahlverfahren mit Eignungstest, bieten dafür aber eine sehr praxisnahe Ausbildung mit kleinen Gruppen. Weiterführende Angebote, etwa der Hamburg Media School, vertiefen Themen wie redaktionelles Management.
Praktische Erfahrung: Praktika und Volontariat
Praktika geben früh Einblick in den Redaktionsalltag und sind für die spätere Berufswahl oft prägender als einzelne Studieninhalte. Das Volontariat baut darauf auf: Es ist eine mehrmonatige, umfassende praktische Ausbildung in einer Redaktion oder Medienabteilung und gilt als klassischer Einstiegsweg in eine Festanstellung.
Berufsfelder
| Medienfeld | Typische Rollen | Kompetenzen |
|---|---|---|
| Zeitungen/Zeitschriften | Redakteur, Korrespondent | Recherche, Schreibkompetenz |
| Fernsehen/Hörfunk | Reporter, Moderator | Kommunikationsstärke, technisches Verständnis |
| Online-Medien | Content Creator, SEO-Redaktion | Digitale Kenntnisse, Webanalyse |
| Public Relations | PR-Berater, Unternehmenssprecher | Netzwerkfähigkeit, strategisches Denken |
Wer sich auf ein Fachgebiet spezialisieren möchte, findet Vertiefungen etwa im Wirtschafts-, Politik- oder Kulturjournalismus. Für die berufliche Praxis sind ausgeprägte rhetorische Fähigkeiten und eine fundierte Medienkompetenz ebenso wichtig wie Fachwissen im gewählten Themengebiet. Wer sich später weiter spezialisieren oder in Richtung Medienmanagement und Innovationsprozesse entwickeln möchte, kann im Anschluss einen Master of Journalism anschließen.
Finanzierung des Studiums
Neben BAföG und Stipendien nutzen manche Studierende den KfW-Studienkredit zur Finanzierung: Er zahlt unabhängig vom Einkommen der Eltern monatlich bis zu 650 € aus, bei flexibel wählbarer Rate und Rückzahlung nach Studienende (Quelle: KfW-Studienkredit).
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert der Bachelor of Journalism?
Meist sechs Semester, mit teils zulassungsbeschränkten und teils zulassungsfreien Studiengängen je nach Hochschule.
Braucht man vor dem Studium schon journalistische Erfahrung?
Nicht zwingend, Vorpraktika helfen aber, das Berufsfeld realistisch einzuschätzen und verbessern bei zulassungsbeschränkten Studiengängen teils die Chancen im Auswahlverfahren.
Was ist der Unterschied zwischen Praktikum und Volontariat?
Ein Praktikum ist meist kurz und punktuell, ein Volontariat eine mehrmonatige, umfassende praktische Ausbildung in einer Redaktion, die auf eine Festanstellung vorbereitet.
Welche Spezialisierungen sind möglich?
Häufig Wirtschafts-, Politik-, Kultur-, Sport- oder Datenjournalismus sowie digitale Formate wie Content-Erstellung und Social-Media-Redaktion.











