Der Bachelor of Economics ist der erste akademische Abschluss in den Wirtschaftswissenschaften. Er vermittelt die Grundlagen von Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre und bereitet sowohl auf den direkten Berufseinstieg als auch auf ein weiterführendes Masterstudium vor. In Deutschland wird der Studiengang meist als Bachelor of Science (B.Sc.) Wirtschaftswissenschaften geführt, umfasst 180 ECTS-Punkte und dauert bei Vollzeitstudium sechs Semester.
Voraussetzungen und Studieninhalte
Voraussetzung ist in der Regel die Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkanntes Diplom, dazu ausreichende Deutsch- oder Englischkenntnisse. Die ersten Semester vermitteln Grundlagen in Mikro- und Makroökonomik sowie in Betriebswirtschaftslehre, ergänzt durch Wirtschaftsmathematik und Statistik. In vielen Studienordnungen ist zusätzlich ein Pflichtpraktikum vorgesehen. An der Universität Konstanz etwa können Studierende bereits ab dem ersten Semester zwischen mehreren Studienprofilen wählen, etwa angewandter Ökonomie, Unternehmenswirtschaft oder internationalen Finanzen.
| Modul | ECTS-Punkte |
|---|---|
| Einführung in die Volkswirtschaftslehre | 9 |
| Mikroökonomik | 9 |
| Makroökonomik | 9 |
| Mathematik I und II | je 9 |
| Statistik I und II | je 6 |
Spezialisierungsfelder
| Feld | Typische Inhalte | Berufsfelder |
|---|---|---|
| Angewandte Ökonomie und Datenanalyse | Statistische Methoden, Auswertung großer Datenmengen | Wirtschaftsanalyse, Data Science |
| Unternehmenswirtschaft und Management | Strategische Planung, Organisationsmanagement | Unternehmensberatung, Management |
| Finanzwirtschaft und internationale Finanzen | Finanzanalyse, Risikomanagement, Wechselkurse | Finanzmanagement, Investmentbanking |
| Personalwirtschaft | Motivation, Teamführung, Organisationspsychologie | Personalmanagement |
Wer eine engere betriebswirtschaftliche Ausrichtung sucht, findet mit dem Bachelor of Business Administration eine verwandte, stärker unternehmensbezogene Alternative. Einzelne Hochschulen bieten zudem interdisziplinäre Kombinationsstudiengänge an, etwa „Law and Economics“, die wirtschaftswissenschaftliche Inhalte mit einem Bachelor of Laws-nahen Rechtsanteil verbinden.
Praktische Erfahrungen im Studium
Praktika, Unternehmenskooperationen und ein Auslandssemester sind an vielen Hochschulen fester oder empfohlener Bestandteil des Studiums. Sie helfen, theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen und interkulturelle Erfahrung zu sammeln. Austauschprogramme wie Erasmus+ erleichtern einen Studienaufenthalt im Ausland organisatorisch und finanziell.
Karrieremöglichkeiten
Nach dem Abschluss stehen Wege in die Privatwirtschaft offen, etwa in Unternehmen, Beratungen oder im Bereich Data Science, ebenso wie im öffentlichen Dienst und bei internationalen Organisationen. Wer wissenschaftlich weiterarbeiten möchte, kann direkt in ein Masterstudium wie den Master of Economics wechseln und darüber später auch promovieren. Ähnlich breit aufgestellt ist der fachlich verwandte Bachelor of Science in anderen naturwissenschaftlichen oder technischen Fächern.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert der Bachelor of Economics?
In der Regel sechs Semester bei Vollzeitstudium, mit insgesamt 180 ECTS-Punkten einschließlich der Bachelorarbeit.
Welche Voraussetzungen gelten für die Zulassung?
Meist die Hochschulreife oder ein gleichwertiges Diplom sowie ausreichende Sprachkenntnisse, je nach Hochschule auf B2- oder C1-Niveau.
Welche Spezialisierungen sind möglich?
Häufig unter anderem angewandte Ökonomie und Datenanalyse, Unternehmenswirtschaft, Finanzwirtschaft sowie Personalwirtschaft.
Was kommt nach dem Bachelor of Economics?
Der direkte Berufseinstieg in Privatwirtschaft oder öffentlichem Dienst ebenso wie ein weiterführendes Masterstudium, zum Beispiel der Master of Economics.











