Die Universitätsbibliothek (UB) ist die zentrale Bibliothek einer Hochschule und stellt Studierenden sowie Forschenden gedruckte und digitale Fachliteratur zur Verfügung. Sie unterstützt Literaturrecherche, Ausleihe und wissenschaftliches Arbeiten und bietet häufig zusätzlich Lern- und Arbeitsplätze, Schulungen sowie Beratung zu Themen wie Open Access an.
Recherchewerkzeuge der Universitätsbibliothek
Für die Literatursuche stehen an den meisten Universitätsbibliotheken mehrere Werkzeuge zur Verfügung: Der Online-Katalog (OPAC) verzeichnet den eigenen Bestand, die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) zeigt an, welche Fachzeitschriften frei oder nur mit Uni-Zugang verfügbar sind, und das Datenbank-Informationssystem (DBIS) bündelt den Zugang zu spezialisierten Fachdatenbanken. Ist ein Titel am eigenen Standort nicht vorhanden, lässt er sich über die Fernleihe von einer anderen Bibliothek anfordern.
Beispiel: Die Universitätsbibliothek der LMU München
Wie umfangreich das Angebot einer großen Universitätsbibliothek sein kann, zeigt die UB der Ludwig-Maximilians-Universität München: Mit 14 Fachbibliotheken und einem Gesamtbestand von rund fünf Millionen Medieneinheiten gehört sie zu den größten Hochschulbibliothekssystemen Deutschlands. Zugang zu Katalog, Ausleihe und Online-Ressourcen erhalten Universitätsangehörige dort über eine Nutzerkarte.
Digitale und gedruckte Medien
Universitätsbibliotheken bieten heute in der Regel sowohl umfangreiche E-Book- und Datenbankangebote als auch gedruckte Bestände. Über Nationallizenzen lässt sich häufig auch von zu Hause aus per VPN-Verbindung auf kostenpflichtige Online-Publikationen zugreifen, solange man über das eigene Uninetz identifiziert wird. Für gedruckte Bestände bleibt der Katalog das zentrale Rechercheinstrument, ergänzt um Linkdienste, die direkt zu passenden Volltexten führen.
Unterstützung für Forschung und wissenschaftliches Arbeiten
Über die klassische Literaturversorgung hinaus unterstützen viele Universitätsbibliotheken auch beim Forschungsdatenmanagement und beim Publizieren nach dem Open-Access-Prinzip, bei dem wissenschaftliche Ergebnisse frei zugänglich veröffentlicht werden. Schulungen und Webinare zur Literaturrecherche und zum korrekten Zitieren helfen insbesondere Studierenden dabei, die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen. Manche Universitätsbibliotheken kooperieren zudem mit externen Einrichtungen wie Landes- oder Staatsbibliotheken, um ihren Nutzern Zugriff auf ein noch breiteres Medienangebot zu ermöglichen.
Häufig gestellte Fragen
Wer darf eine Universitätsbibliothek nutzen?
In der Regel Studierende und Beschäftigte der jeweiligen Hochschule; viele Universitätsbibliotheken öffnen Lesesäle und Präsenzbestände aber auch für externe Besucher.
Was ist der Unterschied zwischen OPAC und DBIS?
Der OPAC durchsucht den eigenen Medienbestand der Bibliothek, während DBIS den Zugang zu externen Fachdatenbanken für die vertiefte Recherche bündelt.
Wie funktioniert eine Fernleihe?
Ist ein Werk am eigenen Standort nicht verfügbar, kann es über die Fernleihe bei einer anderen Bibliothek bestellt und meist gegen eine geringe Gebühr an den eigenen Standort geliefert werden.
Was bedeutet Open Access für Studierende?
Open-Access-Publikationen sind frei im Internet zugänglich und lassen sich ohne Uni-Zugang oder Gebühren lesen, was die Literaturrecherche erheblich erleichtert.










