Hausarbeit: Wissenschaftliche Arbeit im Rahmen eines Studiums

Hausarbeit
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Eine Hausarbeit ist eine schriftliche Studienleistung, in der Studierende eine eng umrissene Forschungsfrage selbstständig mit wissenschaftlichen Methoden bearbeiten. Sie folgt dem klassischen Aufbau aus Einleitung, Hauptteil und Fazit, ergänzt um Deckblatt und Literaturverzeichnis, und dient als Übung für spätere Abschlussarbeiten wie Bachelorarbeit und Masterarbeit.

Aufbau einer Hausarbeit

Der Aufbau folgt in den meisten Fächern demselben Grundmuster: Auf das Deckblatt mit formalen Angaben folgt die Einleitung, die Thema, Forschungsfrage und Vorgehen vorstellt. Der Hauptteil nimmt den größten Raum ein und entwickelt die Argumentation anhand von Theorie und, je nach Fach, Praxisbeispielen. Das Fazit beantwortet die eingangs gestellte Forschungsfrage und ordnet die Ergebnisse ein. Als grobe Faustregel entfallen auf Einleitung und Fazit jeweils rund zehn Prozent des Textumfangs, auf den Hauptteil der überwiegende Rest. Übliche formale Vorgaben – Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand, Zitierstil – legt die jeweilige Lehrveranstaltung oder der Lehrstuhl fest und sollten vor Beginn geprüft werden.

Themenfindung und Forschungsfrage

Am Anfang steht die Eingrenzung eines Themas, zu dem ausreichend Fachliteratur verfügbar ist und das sich im vorgegebenen Rahmen bearbeiten lässt. Eine klar formulierte Forschungsfrage schärft den Fokus der Arbeit und erleichtert die spätere Gliederung. Bei umfangreicheren Arbeiten verlangen manche Lehrstühle vorab ein kurzes Exposé, das Thema, Fragestellung und geplantes Vorgehen zusammenfasst. Viele Hochschulen bieten außerdem Sprechstunden bei Dozierenden oder eigene Schreibberatungen an.

Themenauswahl für die Hausarbeit
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Thema und Forschungsfrage Literaturrecherche Gliederung Ausformulierung Korrekturlesen Abgabe
Typischer Arbeitsablauf beim Schreiben einer Hausarbeit.

Literaturrecherche und Quellenarten

Die Literaturrecherche unterscheidet grob zwischen Primärquellen (Originaldokumente und Forschungsergebnisse), Sekundärquellen (Fachbücher und Aufsätze, die Primärquellen einordnen) und Tertiärquellen (Lexika und Überblickswerke für die Orientierung). Viele Hochschulen empfehlen, sich im Hauptteil vor allem auf Primär- und aktuelle Sekundärquellen zu stützen. Über die sogenannte Schneeballmethode – das Verfolgen von Literaturangaben in bereits gefundenen Texten – lassen sich ausgehend von wenigen Startquellen weitere relevante Arbeiten erschließen.

Quellentyp Beispiele Einsatz
Primärquellen Originalstudien, Forschungsberichte, Rohdaten Basis der eigenen Argumentation
Sekundärquellen Fachbücher, wissenschaftliche Aufsätze Einordnung und Diskussion der Primärquellen
Tertiärquellen Lexika, Handbücher, Überblicksartikel Erste Orientierung, für den Hauptteil meist zu allgemein
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Wissenschaftlicher Schreibstil und korrektes Zitieren

Ein guter wissenschaftlicher Schreibstil ist präzise, sachlich und belegt Aussagen statt sie nur zu behaupten. Jede übernommene Idee und jedes Zitat muss korrekt nach dem vom Lehrstuhl vorgegebenen Zitierstil gekennzeichnet werden; fehlende oder falsche Kennzeichnung gilt als Plagiat und kann je nach Prüfungsordnung zum Nichtbestehen der Arbeit führen. Sorgfältiges Korrekturlesen – im Idealfall mit zeitlichem Abstand und durch eine zweite Person – reduziert sprachliche und formale Fehler deutlich.

Neben der schriftlichen Hausarbeit verlangen manche Seminare zusätzlich ein mündliches Referat zum selben oder einem verwandten Thema. Die in der Hausarbeit geübten Fähigkeiten – Themeneingrenzung, Literaturarbeit, wissenschaftliches Schreiben – bilden die Grundlage für spätere, umfangreichere Arbeiten bis hin zur Dissertation.

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Häufig gestellte Fragen

Wie lang ist eine typische Hausarbeit?

Der übliche Umfang liegt je nach Fach und Studienstufe meist zwischen zehn und 20 Seiten. Die genaue Vorgabe legt die jeweilige Lehrveranstaltung fest.

Was gehört in die Einleitung einer Hausarbeit?

Die Einleitung stellt Thema und Forschungsfrage vor, begründet die Relevanz und skizziert kurz das methodische Vorgehen sowie den Aufbau der Arbeit.

Was ist der Unterschied zwischen Primär- und Sekundärquellen?

Primärquellen sind Originaldokumente wie Forschungsberichte oder Rohdaten, Sekundärquellen fassen diese zusammen oder kommentieren sie. Für die eigene Argumentation gelten Primärquellen meist als vorzuziehen.

Was passiert bei einem Plagiat in der Hausarbeit?

Nicht gekennzeichnete Übernahmen fremder Texte oder Ideen gelten als Plagiat. Je nach Prüfungsordnung der Hochschule führt das zum Nichtbestehen der Arbeit bis hin zu weiteren disziplinarischen Konsequenzen.

Quellen und weiterführende Links