Bachelor of Education: Erststudienabschluss in Bildungswissenschaften

Bachelor of Education

Der Bachelor of Education (B.Ed.) ist der erste Studienabschnitt auf dem Weg ins Lehramt. Studierende belegen in der Regel zwei Unterrichtsfächer und sammeln über 180 ECTS-Punkte Grundlagen in Fachwissenschaften, Bildungswissenschaften, Fachdidaktik und Schulpraxis. Für den Lehrerberuf selbst reicht der Bachelor allein nicht aus – er ist die Voraussetzung für das anschließende Masterstudium und den Vorbereitungsdienst.

Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung ist die Hochschulzugangsberechtigung, meist das Abitur. Viele Lehramtsstudiengänge sind zulassungsbeschränkt (Numerus Clausus); der NC schwankt je nach Hochschule, Fach und Bewerberzahl. Für Fächer wie Kunst oder Musik verlangen Hochschulen zusätzlich eine Eignungsprüfung, wie sie in ähnlicher Form auch beim eigenständigen Bachelor of Fine Arts üblich ist. An vielen Standorten ist zudem ein Eignungsfeststellungsverfahren vorgesehen, das persönliche und fachliche Eignung für den Lehrerberuf prüft; Bewerbungsfristen und genaue Verfahren unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule und sollten direkt bei der jeweiligen Universität erfragt werden.

Studieninhalte und Aufbau

Das Studium gliedert sich in drei Bereiche: Fachwissenschaften in den gewählten Unterrichtsfächern, Fachdidaktik – also die Vermittlung dieser Fächer – und Bildungswissenschaften mit Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie. Schulpraktika ziehen sich durch das gesamte Studium und geben schon früh Einblick in den Schulalltag. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit, in der Studierende ein Thema aus den Bildungswissenschaften eigenständig bearbeiten.

Fächerkombinationen

Die Wahl der beiden Unterrichtsfächer richtet sich nach der angestrebten Schulform und den Vorgaben der jeweiligen Lehramtszugangsverordnung. Klassische Kombinationen sind etwa Biologie und Chemie oder Deutsch und Mathematik; der Umfang der einzelnen Fächer in ECTS-Punkten unterscheidet sich zwischen Grundschul-, Realschul- und Gymnasiallehramt, da die Schwerpunkte je Schulform variieren.

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Weg ins Lehramt

B.Ed. 180 ECTS 6 Semester Aufbaustudium M.Ed. 2–4 Semester Vorbereitungs- dienst Staatsexamen
Erst Bachelor und Aufbaustudium, danach der praktische Vorbereitungsdienst mit Staatsexamen führen zur Lehrbefähigung.

Der nächste Schritt: Master of Education

Nach dem Bachelor folgt in der Regel der Master of Education, der die Fachkenntnisse vertieft und stärker auf Unterrichtspraxis, Klassenmanagement und Didaktik eingeht. Erst danach beginnt der Vorbereitungsdienst (das Referendariat): eine praktische Ausbildungsphase, in der angehende Lehrkräfte unter Aufsicht unterrichten und mit dem zweiten Staatsexamen die Lehrbefähigung erwerben.

Karriereweg nach dem BEd-Abschluss

Berufliche Perspektiven

Mit abgeschlossenem Master und Vorbereitungsdienst arbeiten die meisten Absolventen im Schuldienst – an Grundschulen, weiterführenden Schulen oder Gymnasien, je nach gewähltem Lehramtsstudiengang. Der Lehrerberuf gilt allgemein als vergleichsweise sicher, mit spürbarem Bedarf vor allem in Mangelfächern wie Naturwissenschaften und Technik sowie in bestimmten Regionen. Über den klassischen Schuldienst hinaus qualifiziert der bildungswissenschaftliche Hintergrund auch für Erwachsenenbildung, Bildungsverwaltung oder – mit anschließender Promotion – für eine wissenschaftliche Laufbahn in den Bildungswissenschaften.

Akademische Karrieren in Bildungswissenschaften

Verwandte Erststudiengänge

Wer sich für ein pädagogisch oder sozial ausgerichtetes Studium interessiert, aber nicht zwingend ins klassische Lehramt möchte, findet im Bachelor of Social Work eine verwandte Alternative mit stärkerem Fokus auf soziale Arbeit statt Unterricht. Wer sich fachlich eher naturwissenschaftlich orientieren möchte, kombiniert das Lehramtsstudium häufig mit Grundlagen, wie sie auch im Bachelor of Science vermittelt werden.

Häufig gestellte Fragen

Reicht der Bachelor of Education, um als Lehrer zu arbeiten?

Nein. Der Bachelor ist die Grundlage, für die Lehrbefähigung sind zusätzlich der Master of Education und der Vorbereitungsdienst mit zweitem Staatsexamen erforderlich.

Wie viele Fächer studiert man im Bachelor of Education?

In der Regel zwei Unterrichtsfächer, kombiniert mit Bildungswissenschaften und Fachdidaktik. Die genauen Kombinationsmöglichkeiten legt die jeweilige Hochschule fest.

Gibt es einen Numerus Clausus für Lehramtsstudiengänge?

Viele Lehramtsstudiengänge sind zulassungsbeschränkt. Die Höhe des NC hängt von Hochschule, Fach und Bewerberzahl ab und ändert sich von Jahr zu Jahr.

Welche Rolle spielen Schulpraktika im Studium?

Schulpraktika sind fester Bestandteil des Studiums und geben früh praktischen Einblick in den Schulalltag – sie ergänzen die theoretische Ausbildung in Fachwissenschaften und Bildungswissenschaften.

Kann man nach dem Bachelor of Education auch außerhalb der Schule arbeiten?

Ja, etwa in der Erwachsenenbildung oder Bildungsverwaltung. Für den klassischen Schuldienst sind jedoch Master und Vorbereitungsdienst notwendig.

Quellen und weiterführende Links