Master of Laws (LL.M.): Fortgeschrittener Abschluss in Rechtswissenschaften

Master of Laws

Der Master of Laws (LL.M.) ist ein weiterführender akademischer Grad für Juristinnen und Juristen, die sich nach einem ersten rechtswissenschaftlichen Abschluss auf ein bestimmtes Rechtsgebiet spezialisieren möchten. Typische Schwerpunkte sind Wirtschaftsrecht, Europarecht oder internationales Recht. Der LL.M. ist international anerkannt und wird sowohl an deutschen als auch an ausländischen Hochschulen angeboten – anders als weiterführende Grade in anderen Fachrichtungen, etwa der Master of Arts oder der Master of Science, setzt er in der Regel eine juristische Vorbildung voraus.

Aufbau, Dauer und ECTS-Punkte

Ein LL.M.-Studium dauert in der Regel ein bis zwei Jahre und bringt 60 bis 120 ECTS-Punkte, je nach Hochschule und Programm. Manche Programme sind auf ein einzelnes Semester intensiver Spezialisierung ausgelegt, andere erstrecken sich über vier Semester und verbinden die Vertiefung mit einer breiteren rechtswissenschaftlichen Ausbildung.

Erster Abschluss (Bachelor / Examen) Master of Laws 60-120 ECTS Karriere / Promotion
Der LL.M. baut auf einem ersten juristischen Abschluss auf und ermöglicht Spezialisierung sowie eine anschließende Promotion.

Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbung

Vorausgesetzt wird in der Regel ein erster berufsqualifizierender Abschluss mit rechtswissenschaftlichem Bezug, etwa ein Bachelor of Laws, das erste juristische Staatsexamen oder ein juristisches Diplom. Manche international ausgerichtete Programme öffnen sich auch für Absolventinnen und Absolventen anderer Fächer mit Rechtsanteilen. Da die Nachfrage nach Studienplätzen hoch ist, spielt neben dem Notendurchschnitt oft ein Motivationsschreiben eine Rolle; internationale Programme verlangen zusätzlich gute Englisch- oder Fremdsprachenkenntnisse. Bewerbungsfristen liegen häufig Monate vor Studienbeginn – die genauen Termine legt jede Hochschule selbst fest.

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Kernfächer und Spezialisierungen

Im LL.M.-Studium vertiefen Studierende zentrale Rechtsgebiete wie Bürgerliches Recht, Öffentliches Recht und Strafrecht und wählen daneben eine fachliche Spezialisierung. Verbreitete Schwerpunkte sind Wirtschaftsrecht, Europarecht, internationales Recht und Steuerrecht; einzelne Hochschulen bieten auch fächerübergreifende Programme an, die Recht mit Themen wie Innovation oder Regulierung verbinden. Lehrformen reichen von klassischen Vorlesungen über Fallstudien bis zu Simulationen und dem Austausch mit erfahrenen Praktikerinnen und Praktikern.

Studienformen und internationale Ausrichtung

Neben dem klassischen Präsenzstudium an einer juristischen Fakultät bieten manche Hochschulen den LL.M. auch im Fernstudium an, etwa die FernUniversität in Hagen, was das Studium besser mit einer Berufstätigkeit vereinbar macht. International ausgerichtete Programme, wie sie unter anderem einzelne Fakultäten mit Partnerschaften im europäischen Ausland anbieten, vermitteln zusätzlich Einblicke in andere Rechtssysteme und stärken interkulturelle Kompetenzen – ein Vorteil für die spätere Arbeit mit ausländischen Mandanten oder in internationalen Kanzleien.

Examensvorbereitung

Berufsperspektiven nach dem LL.M.

Ein LL.M. qualifiziert für klassische juristische Berufe ebenso wie für Tätigkeiten an der Schnittstelle von Recht und Wirtschaft: in internationalen Kanzleien, als Compliance-Verantwortliche oder als Justiziarin oder Justiziar in Unternehmen mit internationalem Geschäft. Auch internationale Organisationen suchen Juristinnen und Juristen mit spezialisiertem Fachwissen und interkultureller Erfahrung – ähnlich wie Fachkräfte mit einem Master of Public Health im Bereich internationaler Gesundheitspolitik gefragt sind. Manche Hochschulen bieten Absolventinnen und Absolventen zudem einen direkten Übergang in ein Promotionsprogramm an.

Doctoral Track Forschungsgemeinschaft

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Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein LL.M.-Studium?

In der Regel ein bis zwei Jahre, entsprechend 60 bis 120 ECTS-Punkten. Die genaue Dauer hängt vom Programm und der gewählten Spezialisierung ab.

Braucht man für den LL.M. einen ersten juristischen Abschluss?

In der Regel ja, etwa einen Bachelor of Laws, ein erstes Staatsexamen oder ein juristisches Diplom. Manche international ausgerichteten Programme öffnen sich auch für andere Studienabschlüsse mit Rechtsbezug.

Ist ein LL.M. dasselbe wie eine Promotion?

Nein. Der LL.M. ist ein weiterführender, spezialisierender Studienabschluss; eine Promotion ist ein eigenständiges, in der Regel forschungsbasiertes Verfahren, das teils auf einen LL.M. folgen kann.

Kann man einen LL.M. berufsbegleitend oder im Fernstudium machen?

Ja, mehrere Hochschulen bieten berufsbegleitende oder Fernstudienformate an, etwa die FernUniversität in Hagen. Diese eignen sich besonders für bereits berufstätige Juristinnen und Juristen.

Welche Karrierewege eröffnet ein LL.M.?

Neben klassischen Anwalts- und Justiziariatspositionen öffnet er Wege in internationale Kanzleien, Compliance, Unternehmensberatung und internationale Organisationen sowie gegebenenfalls in ein Promotionsprogramm.

Quellen und weiterführende Links