Quartalszeugnis: Zwischenbericht über schulische Leistungen im Quartal

Quartalszeugnis
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Ein Quartalszeugnis gibt einen Zwischenstand zu den schulischen Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers, meist bezogen auf ein Viertel des Schuljahres. Anders als der Name vermuten lässt, wird ein solches Zeugnis in der Praxis selten wirklich alle drei Monate ausgegeben – üblicher sind rechtsverbindliche Zeugnisse zum Halbjahres- und Schuljahresende, ergänzt durch informelle Zwischenmeldungen. Da das Schulwesen in Deutschland Ländersache ist, regelt jedes Bundesland Form und Häufigkeit von Zeugnissen eigenständig.

Schuljahresbeginn Zwischenmeldung (optional, je Schule) Halbjahreszeugnis rechtsverbindlich Zwischenmeldung (optional, je Schule) Schuljahresende
Verbindliche Zeugnisse gibt es meist zum Halbjahres- und Schuljahresende; echte Quartalszeugnisse und Zwischenmeldungen dazwischen sind schul- und länderabhängig.

Warum die Regelung uneinheitlich ist

Zeugnisrecht ist Teil des Schulrechts und liegt damit bei den Bundesländern, nicht beim Bund. Manche Länder und Schulformen sehen zur Mitte eines Schulhalbjahres eine formlose Rückmeldung vor – teils „Quartalsnote“, teils „Zwischenstand“ genannt –, die Lehrkräfte informell mitteilen, ohne dass daraus ein offizielles Zeugnisdokument mit Rechtswirkung wird. Rechtlich bindend, etwa für Versetzungsentscheidungen, sind in den meisten Ländern nur das Halbjahres- und das Jahreszeugnis. Wer wissen will, ob und in welcher Form an einer bestimmten Schule ein Quartalszeugnis ausgegeben wird, findet die verbindliche Regelung im jeweiligen Landesschulgesetz oder Zeugniserlass des zuständigen Kultusministeriums.

Inhalt und Aufbau

Unabhängig vom Ausgabezeitpunkt folgen Zeugnisse und Zwischenmeldungen einem ähnlichen Aufbau: Sie nennen die Fächer mit Noten oder verbalen Einschätzungen, oft ergänzt um eine Bewertung des Sozialverhaltens und der Mitarbeit. Individuelle Förderhinweise geben an, wo Nachholbedarf besteht oder welche Stärken weiter ausgebaut werden können.

Kategorie Bewertung Hinweis
Mathematik 2 (gut) Weiterhin anspruchsvolle Aufgaben suchen
Deutsch 3 (befriedigend) Lesekompetenz gezielt stärken
Sozialverhalten 1 (sehr gut) Soziale Kompetenzen vorbildlich ausgeprägt

Bedeutung für Schüler und Eltern

Auch wenn ein Quartalszeugnis oder eine Zwischenmeldung rechtlich meist nicht bindend ist, hat sie einen klaren pädagogischen Nutzen: Sie zeigt frühzeitig, wo Schülerinnen und Schüler stehen, bevor am Ende des Halbjahres ein Zeugnis mit Rechtswirkung folgt. Damit lässt sich rechtzeitig gegensteuern, etwa durch zusätzliche Übung oder ein Elterngespräch. Eine solche Rückmeldung ist damit ein wichtiges Ergänzungsinstrument zum offiziellen Leistungsnachweis. Am Ende des Schuljahres fasst das Jahreszeugnis die Gesamtleistung zusammen und ist unter anderem Grundlage für die Versetzung in die nächste Klassenstufe. Welche Note welcher Leistung entspricht, legt der landesweit gültige Notenschlüssel fest.

Häufig gestellte Fragen

Wird ein Quartalszeugnis wirklich alle drei Monate ausgegeben?

In der Regel nicht. Rechtsverbindliche Zeugnisse gibt es meistens nur zum Halbjahres- und Schuljahresende; echte Quartalszeugnisse im engeren Sinn sind die Ausnahme und hängen vom jeweiligen Bundesland und der einzelnen Schule ab.

Ist eine Quartalsnote genauso verbindlich wie ein Halbjahreszeugnis?

Nein. Quartalsnoten oder Zwischenmeldungen sind meist eine informelle Momentaufnahme des aktuellen Leistungsstands, kein offizielles Zeugnisdokument mit Rechtswirkung.

Wer entscheidet, ob eine Schule Quartalszeugnisse ausgibt?

Das regelt letztlich das jeweilige Bundesland über sein Schulgesetz beziehungsweise den Zeugniserlass; innerhalb dieses Rahmens setzen einzelne Schulen die Praxis unterschiedlich um.

Wofür sind Zwischenmeldungen im Schulalltag nützlich?

Sie geben Schülerinnen, Schülern und Eltern frühzeitig Rückmeldung zum Leistungsstand, sodass sich Lücken oder Schwierigkeiten noch vor dem nächsten offiziellen Zeugnis angehen lassen.

Quellen und weiterführende Links