Datenanalyse: Systematische Auswertung von Daten

Datenanalyse
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Datenanalyse bezeichnet die systematische Auswertung von Datensätzen, um Muster, Zusammenhänge und belastbare Entscheidungsgrundlagen zu gewinnen. Sie kombiniert statistische Methoden mit Werkzeugen aus Wissenschaft und Informatik und ist heute fester Bestandteil von Forschung, Unternehmenssteuerung und öffentlicher Verwaltung.

Von Rohdaten zu Entscheidungsgrundlagen

Rohdaten allein liefern noch keine Erkenntnisse – erst ihre Aufbereitung und Auswertung macht sie nutzbar. Zwei Speicherkonzepte spielen dabei eine zentrale Rolle: Data Warehouses bündeln klar strukturierte Daten für schnelle, wiederkehrende Abfragen, während Data Lakes auch unstrukturierte oder nur teilweise strukturierte Daten flexibel aufnehmen können.

Datentyp Eigenschaften Typische Speicherung
Strukturierte Daten Klar definierte Form, leicht auszuwerten Data Warehouse
Unstrukturierte Daten Keine feste Struktur, aufwendiger zu verarbeiten Data Lake
Semi-strukturierte Daten Teilweise Struktur, flexibles Schema Data Lake oder NoSQL-Datenbank
Data Visualization Techniques
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Eine durchdachte Datenstrategie und klare Governance-Regeln legen fest, wer auf welche Daten zugreifen darf und wie sie gespeichert werden. Verschlüsselung und regelmäßige Audits sind dabei zentrale Bausteine der Datensicherheit, um Daten sowohl vor externen Angriffen als auch vor internen Fehlern zu schützen.

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Die vier Analysearten

In der Praxis unterscheidet man vier grundlegende Herangehensweisen, die aufeinander aufbauen:

  • Deskriptive Analyse: beschreibt, was in der Vergangenheit oder Gegenwart geschehen ist, etwa anhand von Verkaufszahlen oder Kundenzufriedenheit.
  • Diagnostische Analyse: untersucht, warum bestimmte Ereignisse oder Trends aufgetreten sind.
  • Prädiktive Analyse: nutzt statistische Modelle, um wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen abzuschätzen.
  • Präskriptive Analyse: leitet aus diesen Vorhersagen konkrete Handlungsempfehlungen ab.
Deskriptiv Was ist passiert? Diagnostisch Warum? Prädiktiv Was wird passieren? Präskriptiv Was tun?
Die vier Analysearten der Datenanalyse, von der Rückschau bis zur Handlungsempfehlung.

Zusammen ergeben die vier Analysearten ein vollständiges Bild: von der reinen Rückschau bis zur konkreten Handlungsempfehlung. In der unternehmerischen Praxis werden sie meist unter dem Begriff Business Intelligence (BI) gebündelt, ergänzt um Self-Service-Tools, mit denen Fachabteilungen einfache Auswertungen selbst durchführen können, statt jede Anfrage an die IT-Abteilung weiterzugeben.

Methoden und Werkzeuge

Für die praktische Auswertung kommen je nach Fragestellung unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz: Tabellenkalkulationen und SQL für strukturierte Abfragen, Programmiersprachen wie Python und R für komplexere statistische Modelle und maschinelles Lernen. Data Mining durchsucht große Datenmengen nach bislang unbekannten Mustern, etwa im Kundenverhalten, während prädiktive Analytik auf Basis solcher Muster Prognosemodelle für künftige Entwicklungen erstellt. Beide Ansätze stützen sich zunehmend auf maschinelles Lernen, das mit wachsender Datenmenge genauere Vorhersagen ermöglicht.

Eine methodisch saubere Datenanalyse setzt außerdem eine klare Fragestellung voraus – ähnlich wie bei der quantitativen Forschung, mit der sie methodisch eng verwandt ist. Auch im Wissensmanagement von Organisationen und in der Evaluation von Bildungsprozessen spielt sie eine wachsende Rolle.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Datenanalyse und Data Mining?

Datenanalyse ist der übergeordnete Begriff für die systematische Auswertung von Daten. Data Mining ist eine spezielle Technik darin, die gezielt nach bislang unbekannten Mustern und Zusammenhängen in großen Datenmengen sucht.

Was unterscheidet Data Warehouse und Data Lake?

Ein Data Warehouse speichert klar strukturierte Daten für schnelle, wiederkehrende Abfragen. Ein Data Lake nimmt zusätzlich unstrukturierte und semi-strukturierte Daten auf und bietet damit mehr Flexibilität, erfordert aber mehr Aufwand bei der Auswertung.

Welche Programmiersprachen werden in der Datenanalyse häufig genutzt?

Am verbreitetsten sind Python und R für statistische Auswertungen und maschinelles Lernen sowie SQL für Datenbankabfragen. Für einfachere Auswertungen reichen häufig auch Tabellenkalkulationsprogramme.

Was bedeutet prädiktive Analytik?

Prädiktive Analytik nutzt statistische Modelle und historische Daten, um wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen vorherzusagen, etwa bei Nachfrage, Kundenverhalten oder Markttrends.

Quellen und weiterführende Links